Bild von condesign / pixabay.com

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In der vergangenen Woche haben wir unser Rezensions-Gewinnspiel gestartet und freuen uns bereits sehr über euer Feedback!

Heute wollen wir euch daher ein paar Anregungen zum Thema Rezensionen schreiben an die Hand geben. In der Vergangenheit haben wir oft von Lesern die Aussage gehört, dass sie sich unsicher sind, was sie in einer Rezension schreiben sollen, und es deswegen lieber lassen. Vielleicht können wir euch so ein bisschen unter die Arme greifen 😉

Ganz wichtig: Alles sind natürlich nur Vorschläge und Anregungen, worüber man in einer Rezension sprechen kann, und keinesfalls ein Muss!

1. Cover und Klappentext

Die Verpackung weckt oft die ersten Erwartungen an ein Buch. Wie sehen Cover und Schrift aus? Welche Stimmung springt beim Angucken über? Macht der Klappentext Lust aufs Lesen oder hat er vielleicht schon zu viel verraten?

2. Inhaltsangabe

Hier liegt die Würze eher in der Kürze. Ein bisschen Inhalt wird ja schon im Klappentext angesprochen, deswegen ruhig auf wenige Sätze reduzieren. Achtung: Spoilergefahr! Viele Leser reagieren sehr allergisch, wenn man ihnen zu viel vom Handlungsverlauf oder gar das Ende eines Buchs verrät, deswegen raten wir hier zur Vorsicht.

Tipp: Fügt im Zweifelsfall einfach einen Hinweis oder eine Spoilerwarnung am Anfang der Inhaltsangabe ein, dann kann jeder selbst entscheiden, ob er diese lesen möchte.

3. Schreibstil

Hier gilt ganz klar: Geschmäcker sind verschieden. Man kann jedoch in einer Rezension durchaus einen Eindruck geben, ob der Autor eher zu langen oder kurzen Sätzen neigt, zum Ausschweifen oder Knapphalten. Liefert er viel oder wenig Beschreibung, liest sich der Text flüssig oder stolpert man oft? Reizt es euch, das Buch (sofort) noch einmal zu lesen oder bleibt es ein einmaliges Vergnügen? Bei Übersetzungen: Wie ist die Übersetzung des Buchs gelungen?

4. Gefühle

Welches Gefühl hattet ihr beim Lesen? Hat euch das Buch mitgerissen oder gelangweilt? Konntet ihr das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen oder habt ihr eher mal ein paar Seiten überblättert? Hat euch das Buch berührt, zum Lachen und/oder Weinen gebracht oder aber völlig kalt gelassen? Prinzipiell könnte man hier darauf eingehen, ob es bis zum Schluss spannend bleibt oder ob z.B. starke Logiklücken vorhanden sind.

5. Formalia

Das ist ein Punkt, der recht unabhängig vom persönlichen Geschmack beurteilt werden kann. Hatte das Buch viele Rechtschreib- und Kommafehler? Sieht der Innenteil sauber gesetzt aus oder stört hier etwas beim Lesen? Bei Printbüchern: Liegt das Buch gut in der Hand, ist es nicht zu groß oder zu klein, lässt es sich gut aufklappen und hält die Klebebindung auch nach mehrmaligem Lesen?

Alles eine Frage des Geschmacks

Zum Schluss möchten wir euch noch mit auf den Weg geben, dass auch bei Rezensionen der Ton die Musik macht. Beleidigungen oder Schimpfwörter sind nicht die feine Art und gehören unserer Meinung nach nicht ins Miteinander rund um Bücher.

Jeder Leser geht mit anderen Erwartungen und Vorkenntnissen an ein Buch heran, was sicher die Empfindungen beim Lesen beeinflusst. Für uns gibt es beim Geschmack (im Gegensatz zur deutschen Rechtschreibung ;-)) kein Richtig oder Falsch, nur unterschiedliche, gleichberechtige Meinungen.

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